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Ein holpriger Start

Aktualisiert: 24. Apr. 2022

Mitte August 2021 habe ich mich nach Stuttgart aufgemacht, um die erste Hälfte der Babydolls abzuholen. Als erstes sollten die Damen umziehen. Jeannette hatte fleißig geübt, die Mädels hinter einem Eimer her auf ihren Anhänger laufen zu lassen. Als ich dann mit meinem eigenen Anhänger auf die Wiese fuhr, war die Begeisterung allerdings nicht sehr groß und keine der Damen erinnerte sich mehr an das Gelernte. Mit viel rodeoartigem hin und her hatten wir dann glücklich 2 von 10 Tieren auf dem Hänger. Meine Idee, die Fläche mit einem Netz abzutrennen, wie ich es bei meinen anderen Schafen immer erfolgreich absolviere, hinderte die kleinen Feger nicht daran, einfach durch das Netz zu stürmen und dabei alles mit sich zu reißen. Auch mein übliches Vorgehen, einen meiner Hunde zur Hilfe zu nehmen, verursachte nur Chaos, da die Kleinen keine Border Collies gewöhnt waren. Bei Netz- Aktion verhedderten sich zwei Mädels so arg, dass sie sich kaum noch bewegen konnten. Nachdem alles wieder befreit war, mussten wir mit Schrecken feststellen, dass Mücke sehr stark humpelte und mit ihrem rechten Hinterbein überhaupt nicht mehr auftreten konnte. Wir vermuteten, dass sie sich stark gezerrt hatte und mit Arnica und etwas Ruhe wieder die Alte sein würde. Nachdem wir endlich alle Kandidatinnen auf den Hänger befördert hatten, konnte die Rückfahrt nach Karlsruhe beginnen und nach ca. 40 Minuten liefen alle im neuen Zuhause wieder vom Anhänger.

Am nächsten Tag hatte sich Mückes Zustand leider überhaupt nicht verbessert und nach eingehender Untersuchung musste ich leider feststellen, dass ihr Mittelfußknochen gebrochen war. Das ist bei einem Schaf keine wirklich gute Diagnose, weil eine Behandlung nicht immer zum Erfolg führt. Da Mücke in der Vergangenheit bereits Kämpfergeist gezeigt und einen schlimmen Hundeangriff überstanden hatte, bei dem sie ein Ohr und einen Teil ihr Backe einbüßen musste, war es auf jeden Fall einen Versuch wert. Sie bekam von mir einen sogenannten Cast Verband aus einer Kunststoff Halbschale, gut gepolstert mit Watte und feste mit Verband umwickelt. Das Problem bei diesen Verbänden ist, dass sie mindestens vier Wochen am Bein bleiben müssen, aber dabei natürlich die Gefahr besteht, dass sich unter dem Verband etwas entzündet. Nach zwei Wochen habe ich sicherheitshalber kontrolliert und den Verband erneuert. Zum Glück war nichts entzündet. Nach weiteren zwei Wochen wurde der Verband entfernt und diesmal waren zwei wunde Stellen zu sehen, aber nur oberflächlich und mit Blauspray behandelbar. Als Mücke das erste Mal wieder ohne Verband losgelaufen ist, war das sehr frustrierend. Sie zog das Bein bis unter den Bauch und belastete kein bisschen. Jetzt konnte außer noch etwas Schmerzmittel und abwarten nichts mehr getan werden. Nach ein paar Tagen fing Mücke an, das Bein immer mehr zu belasten, bis sie nach insgesamt sechs Wochen fast wieder ohne Lahmheit laufen konnte. Ein wirklich toller Erfolg, über den ich mich riesig freue!



 
 
 

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